Käpt´n

Geschlecht: m

Schlupf: ca. 2008

Einzug: 2017

Pflegestelle: Hannover

Farbe: normal grün

 

Paten: Monika und Manfred Wostal, Darmstadt

Käpt´n zog im Frühsommer 2017 mit seiner ebenfalls fast flugunfähigen Partnerin Louisé aus einer privaten Haltung ein. Louisé ist im Winter 2017 schon verstorben, was Käpt´n aber nicht daran hindert, weiterhin ein lebenslustiges Kerlchen zu sein.

Ganz kurze Strecken kann er flattern und obwohl er rechts nur einen Beinstumpf hat, auch recht gut klettern. Mit ihm haben einige Leitern Einzug gehalten, die waagerecht angebracht neben Sitzseilen seine Lieblingsplätze sind.

An seinem Beinstumpf befindet sich ein Xanthom. Diese Hautveränderung führt dazu, dass es regelmäßig zu kleineren Blutungen kommt. Diese kommen aber immer wieder selbst zum Stillstand.

Käpt´n ist immer für ein Pläuschchen zu haben und verträgt sich mit allen gut.


Kuki

Geschlecht: m

Schlupf: ca. 2009

Einzug: 2012

Pflegestelle: Hannover

Farbe: normal grün

Kuki zog Ende 2012 in die Pflegestelle nachdem er drei Jahre in Einzelhaltung gelebt hatte. Die ersten Jahre hatte er regelrechte Schreiattacken, die sich erst legten, als der Schwarm auf über sechs Tiere anwuchs.

Ende 2015 wurde er schließlich ein Hürdenwelli, weil er von einem Tag auf den anderen mit einem gelähmten Bein dasaß. Obwohl vom Röntgenbild, Ultraschall und Blutbild her alles untersucht wurde, konnte nur festgestellt werden, dass er in dem nicht gelähmten Bein starke Arthrosen besaß. So blieb nur, Kuki Boxenruhe zu verordnen und Schmerzmittel zu geben. Zwischenzeitlich durfte er kurz fliegen, um beim Landen das Greifen wieder zu üben. Nach einigen Wochen ging die Lähmung dann nach und nach zurück.

Mit zunehmendem Alter wird er nun mehr und mehr von Arthrosen in den Beinen geplagt und erlitt im März 2018 einen Luftsackriss. Mittlerweile ist dieser abgeheilt, aber es ist fraglich, ob er jemals wieder richtig fliegen kann.

Seit Kurzem ist er der feste Partner von Hürdenwelli Hildegard.


KEANU

Geschlecht: m

Schlupf: ca. 2009

Einzug: 2017

Pflegestelle: Hannover

Farbe: hellgelb mit hellbau

Keanu zog als Wellisenior im Sommer 2017 in die Pflegestelle ein, da die fürsorgliche Vorbesitzerin ihre Wellensittichhaltung aufgab, als Keanus letzter Partnervogel verstarb.

Seit Beginn 2018 stürzt Keanu immer häufiger ab und überschlägt sich z.T. auch. Die Tierärztin stellte Verkalkungen und Verkürzungen der Flügelspannhäute beidseits fest und eine sich auflösende Schultergürtelfraktur links. Ein neurologisches Problem wird zudem auch vermutet. Es ist unklar, was zuerst vorhanden war, die mechanischen Einschränkungen oder die neurologischen und was somit zur Flugunfähigkeit geführt hat.

Da er aber weiterhin froh und lebenslustig ist und mit seinem Partner Kadir das Vogelzimmer unsicher macht, darf er solange in Hannover bleiben, bis Einschränkungen seiner Lebensqualität auftreten, um ihn dann zu erlösen.


Kiwi

Geschlecht: m

Schlupf: ca. 2003

Einzug: 2014

Pflegestelle: Hannover

Farbe: normal grün

 

Patin: Carmen W. aus G.

 

Kiwi zog im Sommer 2014 mit 10 Jahren aus dem Tierheim Leipzig ein, um den damals sehr beschaulichen Schwarm zu bereichern.

Bis auf plötzlich auftretende neurologische Ausfälle 2017, die mit Infusionen und B-Vitaminen wieder in den Griff bekommen wurden, war Kiwi in seinem langen Leben nie ernsthaft krank.

Mit zunehmendem Alter wird er etwas von der Stockmauser geplagt. Mögliche Mangelerscheinungen durch Dysfunktionen der Organe werden durch passende Futterzusätze ausgeglichen.

Kiwi lebt problemlos im Schwarm, pflegt aber keine Beziehungen mehr. Bis auf gelegentliche Gesangseinlagen und kurze Rundflüge ist er sehr ruhig geworden, schläft viel und gehört als Methusalem zum festen Schwarmbild.


Kilian

Geschlecht: m

Schlupf: ca. 2010

Einzug: 2018

Pflegestelle: Hannover

Farbe: blau-violett

 

Patin: Dagmar Agte aus Poing

Kilian zog Anfang Januar in die Pflegestelle als letzter übrig gebliebener Wellensittich einer Paar-Haltung. Eine erneute Vergesellschaftung mit einer Henne schlug fehl, sodass sich die Besitzer aufgrund seines fortgeschrittenen Alters für die Abgabe in einen größeren Schwarm entschieden.

Ein riesiges Lipom erstreckt sich vom Kropf bis auf die Oberschenkel, welches auch zu einem Pendelkropf geführt hat. Zusätzlich leidet Kilian durch die Fettleibigkeit an einer erschwerten Atmung, was eine Erklärung für seine häufigen Ruhephasen sein kann.

Durch sein enormes Gewicht leiden seine Gelenke und er hat entzündlich veränderte Stellen an den Füßen.

Um die verfettete Leber in ihrer Funktion zu unterstützen, bekommt Kilian leberunterstützende Präparate über das Trinkwasser und das Futter verabreicht und ein pflanzliches Schmerzmittel.

Der Trubel im Schwarm hält ihn in Bewegung, was ihm sehr gut tut.


Henriette

Geschlecht: w

Schlupf: unbekannt

Einzug: 2018

Pflegestelle: Hannover

Farbe: blau mit violett

Henriette zog Ende April in die Pflegestelle ein, nachdem sie als Fundvogel im Tierheim abgegeben worden war.

Laut der Tierärztin ist sie auch schon ein älteres Semester, deformierte Gelenke und entzündliche Druckstellen an den Füßen sprechen für eine vorherige bewegungsarme Haltung. Dazu hat sie bedingt durch ein Brustbeinlipom einen Pendelkropf, der momentan keine Probleme macht, aber gut beobachtet werden muss, da er leicht zu Kropfentzündungen führen kann.

Henriette ist ein eher ruhiger Vogel, die aber trotzdem in ihren Aktivitätsphasen voll da ist und alle Ecken des Vogelzimmers nutzt. Den Kontakt von Artgenossen duldet sie, legt aber keinen Wert darauf.


Frau Holle

Geschlecht: w

Schlupf: 2014

Einzug: 2018

Pflegestelle: Hannover

Farbe: schneeweiß

Frau Holle zog Ende April mit ihrem Bruder Kolbi in die Pflegestelle, da sich die Beiden nicht mehr verstanden und die Tierärztin Stress als Ursache für das Federrupfen nicht ausschließen konnte.

Hier gehen die Geschwister tatsächlich größtenteils getrennter Wege.

Ihre anfängliche Hektik hat Frau Holle überwiegend abgelegt und scheint sich von Monat zu Monat wohler zu fühlen.

So bleibt zu hoffen, dass so keine weiteren Stellen kahl gerupft werden. Sollte das dennoch der Fall sein, muss eine organische Ursache mit weiterführenden Untersuchungen ausgeschlossen werden.


Felix

Geschlecht: m

Schlupf: ca. 2007

Einzug: 2018

Pflegestelle: Hannover

Farbe: normal grün

 

Felix zog als einziger Hahn mit seinen Damen Luki, Hildegard und Illa ein.

Der Gentleman ist zu einer wirklichen Bereicherung des Schwarms geworden, denn er kümmert sie liebevoll um einsame Wellimännerherzen.

Das ist eine erstaunliche Leistung, denn Felix ist als echter Senior durch starke Arthrosen in beiden Schultergelenken auch noch flugunfähig und leidet schnell an Atemnot, die bei den Vorbesitzern durch eine Pilzbehandlung verbessert werden konnte und hier immer seltener auftritt.

Felix bekommt ein Schmerzmittel über das Trinkwasser verabreicht und ist ein fester Bestandteil der Hannoveraner "Fußgängerzone" geworden.


Hildegard

Geschlecht: w

Schlupf: ca. 2011

Einzug: 2018

Pflegestelle: Hannover

Farbe: blau-grün

Partner: Kuki

Hildegard zog zusammen mit Felix und Luki ein. Sie ist eine sehr zurückhaltende und eher schreckhafte Henne, die aber gut im Schwarm zurecht kommt. Einen festen Verehrer in ihrer Nähe duldet sie schon, den Hürdenwelli Kuki.

Sie ist aufgrund einer Gefiedererkrankung und ihres hohen Gewichtes fllugunfähig.

Mittlerweile hat sie durch die Bewegungsanreize durch die anderen Schwarmmitglieder schon deutlich abgespeckt, sodass sie nicht mehr wie am Anfang wie ein Stein von oben runterfällt.

Auch sie profitiert von den täglichen Schmerzmittelgaben über das Trinkwasser und einem Tee, der das Immunsystem stärken soll.


Pippilotta

Geschlecht: w

Schlupf: 2014

Einzug: 2018

Pflegestelle: Hannover

Farbe: grün

 

Patin: Monika Maria aus München

Pippilotta zog von einer jungen Halterin nach Hannover, da sie seit einem Jahr durch zunehmenden Federverlust und seit zwei Monaten durch fast dauerhafte Müdigkeit auffiel und diese sich nicht mehr in der Lage sah, den Bedürfnissen der kükengroßen Henne gerecht zu werden.

Durch den Verlust der Schwungfedern ist sie flugunfähig geworden, wodurch sie auch öfter abstürzt. Insgesamt hat sie sich aber ihrem Schicksal gefügt und weiß, dass sie kletternd vorankommen muss.

Sie liebt es, Kork zu schreddern und verteidigt ihre Lieblingsplätze auch schon vehement gegen andere Wellensittiche.

Ihre Organwerte sind zwar gut, aber Pippilotta scheint einer der Vögel zu sein, die sehr unter einer immunschwächenden Virenerkrankung leiden.

So bleibt nur, ihr ihr Leben so schön und stressfrei wie möglich zu machen, ihr Immunsystem durch einen speziellen Tee zu stärken und ihre Leber durch Futterzusätze zu unterstützen.


Herr Nilsson

Geschlecht: m

Schlupf: 2016

Einzug: 2018

Pflegestelle: Hannover

Farbe: weiß-blau gescheckt

 

Patin: Monika Maria aus München

Herr Nilsson erlitt im Frühsommer 2018 auf der linken Seite eine Schultergürtelfraktur, die ihm zusätzlich zu seinem angeborenen verwachsenen Fuß die Flugunfähigkeit bescherte. Daher mussten die Besitzer ihren kleinen Liebling schweren Herzens abgegeben, da er in der heimatlichen Außenvoliere nicht länger zurecht kam.

Beim Eingangscheck wurde darüber hinaus festgestellt, dass seine Lungen und Luftsäcke mit einem schmierigen Belag überzogen sind. Da er aber keine Atemproblematik zeigt, wird es die Zeit zeigen, ob sich die Haltungsumstellung darauf positiv auswirkt.

Hier wird er mit anderen stark gehandicapten Wellensittichen in eine eigens dafür eingerichtete Voliere mit vielen Ruhe- und Beschäftigungsmöglichkeiten ziehen, da er an seinem geschädigten Fuß schon erste Druckstellen vom Liegen zeigt.


LuV

Geschlecht: w

Schlupf: 2009

Einzug: 2018

Pflegestelle: Hannover

Farbe: grün

 

Patin: Christin Jürgens aus Magdeburg

Luv wurde von einer im Taubenschutz engagierten, jungen Frau gerettet, die sie aus wohl jahrelanger schlechter Haltung und Einzelhaft befreite.

Luv hat sich in der Vergangenheit stark gerupft, ob dies aus Einsamkeit oder aus organischen Gründen geschah, ist noch nicht abschließend geklärt.

Luv ist sehr scheu gegenüber Menschen und flüchtet, wenn man sich ihr nähert.

Zu den anderen Wellensittichen ist sie aber sehr schnell nach ihrer Ankunft aus eigenen Stücken umgezogen und setzt auch schon ihre Interessen durch, ohne dabei zickig zu sein.

Momentan bewegt sie sich überwiegend in der Sicherheit der Voliere, unternimmt aber erste kurze Ausflüge im Vogelzimmer, was für einen so traumatisierten Vogel ein riesiger Fortschritt ist.


Herbie

Geschlecht: m

Schlupf: 2016

Einzug: 2018

Pflegestelle: Hannover

Farbe: blau-violett

 

Patin: Kerstin B.

Herbie wurde mit seiner Partnerin Hermine im Tierheim abgegeben, weil seine Besitzerin die Beiden nicht mit ins Altenheim nehmen konnte. Dort standen die Vermittlungschancen für zwei mit Circoviren infizierte Wellis denkbar schlecht, sodass sie nach Hannover zogen.

Typisch für seine Erkrankung ist Herbie der unvermeidbare Stress im Tierheim nicht gut bekommen.

In der Pflegestelle soll er noch viele schöne Monate oder sogar Jahre verleben und wird dabei durch eine gesunde Ernährung, geeignete Futterzusätze und einen ruhigen Tagesablauf in einer stabilen Wellitruppe unterstützt.

Eine erste Freundschaft bahnt sich mit der an der gleichen Krankheit leidenden Pippilotta bereits an.


Skella

Geschlecht: w

Schlupf: 2007

Einzug: 2018

Pflegestelle: Hannover

Farbe: blau-weiss-gescheckt mit violett

Die rüstige Wellioma zog zusammen mit Skutla in die Pflegestelle. In der Vergangenheit hat sie sich wohl stark gerupft, was eine Ursache für ihre Flugunfähigkeit sein könnte.

Bei der Eingangsuntersuchung wurde ein Bruch in ihrem linken Unterschenkel festgestellt. Auf dem Röntgenbild sah man, dass die Knochenstruktur nicht normal aufgebaut ist und dieser Knochen wohl schon mehrfach durch geringe Belastungen brach. Ihren Verband trägt sie tapfer.

In der Voliere der Fussgänger-Uropis fühlt sie sich sicher und wohl, weswegen dies wohl ihre dauerhafte Bleibe werden wird.