Sally

Geschlecht: w
Schlupf: 2000
Einzug: 2013

Pflegestelle: Ibbenbüren
Farbe: normal grün
Partner:

 

Paten: Monika und Manfred Wostal, Darmstadt

Sally kam mit ihrem mittlerweile verstorbenen Partner vor ca. 3,5 Jahren aus fürsorglicher Haltung in die Pflegestelle, wo sich beide einen anderen Partner ausgesucht haben.

 

Sally hat durch eine Schilddrüsenerkrankung am Rücken keine Federn mehr. Deshalb hat sie auch oft etwas Probleme beim fressen, kommt aber gut damit zurecht.

Zusätzlich hat sie auf beiden Augen grünen Star. Auf dem linken Auge ist sie erblindet und auf dem rechten Auge sieht sie nur noch etwas Schatten, weshalb sie nicht mehr fliegt. Im Käfig ist sie sehr gut orientiert und kommt super zurecht. Außerhalb des Käfigs braucht sie Unterstützung, spielt aber sehr gerne und badet fast täglich mit viel Freude.

Eine immer wieder eingewachsene Federzyste am linken Flügel muss regelmäßig entfernt werden.


Für ihr Alter ist sie noch sehr fidel und schreddert für ihr Leben gerne, sie bekommt leichte Unterstützung für den Herz-Kreislauf und etwas gegen vermutete Schmerzen in den Augen.


Sammy

Geschlecht: m
Schlupf: 2011
Einzug: 2015

Pflegestelle: Ibbenbüren
Farbe: Schecke grün-gelb
Partnerin: Rosi

 

Patin: Marita P. aus E.

Sammy lebt seit ca. 1,5 Jahren in der Pflegestelle, nachdem er als "zu aktiv" aus einer Volierenhaltung heraus vermittelt werden sollte. Gemeinsam mit den anderen Fliegern dort fand er rasch Anschluss und dreht mittlerweile mit Cleo und Arni seine Runden oder gesellt sich zu Flori. Nach dem Tod ihres Partners Mäxchen kümmert er sich fürsorglich um die fast blinde Sally.

Sammy ist nach wie vor sehr aktiv, er ist morgens der Erste, der aufsteht und abends der Letzte, der sich zum schlafen zurückzieht. Gelegentlich bekommt er regulierende Hormone, wenn er die Hennen zu sehr bedrängt. Insgesamt konnte er sich jedoch sehr gut in den Schwarm einfügen.

Auch er hat ein Handicap, obwohl man es auf dem ersten Blick nicht vermuten würde. Sammy hat beide Füße schief gewachsen und ein unkontrolliertes Krallenwachstum, das ständig kontrolliert werden muss. Seine Krallen wachsen sehr schnell und ganz schief in alle Richtungen und seine Füße stehen x-beinig zueinander, weshalb er manchmal über diese stolpert. Er ist deshalb auch schon einmal mit einem Zeh im Gitter hängen geblieben und hatte diesen leider gebrochen. Aber sonst kommt er damit ganz gut zurecht und er ist ein super Flieger!

 


Flori

Geschlecht: m
Schlupf: 2001
Einzug: 2014

Pflegestelle: Ibbenbüren
Farbe: Spangle grün


Pate: Markus P. aus E.

Flori war der letzte Welli aus einem Schwarm und die Besitzer wollten die Wellihaltung nicht weiter aufstocken. Da er in seinem schon sehr hohen Alter jedoch auch nicht alleine leben sollte, zog er im Dezember 2014 ein.

Flori hat sehr starke Arthrosen in beiden Schultergelenken, in der Hüfte, in den Knien und Füßen. Zusätzlich hat er noch Gicht und er hat Schübe, wo es ihm sehr schlecht geht. Mittlerweile sind seine Zehen sehr stark verformt und mit Knötchen übersät. Er kann nur noch ganz schlecht klettern und braucht viel Betreuung. Er fällt auch oft von der Stange.

Er bekommt schnell Druckstellen unter den Füßen, wofür er unterstützend eingecremt wird und gepolsterte Sitzplätze angeboten bekommt. Er legt sich gerne ab und schläft mittlerweile auch viel, was nicht nur von seinem hohem Alter kommt, sondern auch von seiner Schmerzmedikation.

Flori trinkt fast gar nicht alleine, daher bekommt er 3x täglich Wasser über eine Spritze zugeführt, von der er die Tropfen ableckt, was er auch sehr gut annimmt. Er hatte schon 2x ein Nierenversagen, konnte die Giftstoffe nicht mehr ausscheiden und wurde stationär mit Medikamenten versorgt.

Im Dezember 2015 hatte er einen großen Krampfanfall von 30 Minuten. Seitdem hat er manchmal Phasen, wo er desorientiert ist, oder wo er manchmal ganz leichte Krämpfe zeigt. Dafür liegt nun ein Notfallmedikament bereit.

 

Trotz seiner vielen Einschränkungen zeigt er einen enormen Lebenswillen, ist immer zufrieden und zwitschert vor sich hin. Die optimal auf ihn zugeschnittene Einrichtung, in der er nicht viel klettern muss, hat er schnell angenommen und flitzt immer über seine gebauten Plätze.

Zur Medikamentengabe bekommt er seinen Kopf gekrault, das ist sein Highlight des Tages, manchmal eine halbe oder ganze Stunde lang. Das ist auch für seine Betreuer eine Zeit des Verwöhnens und Verwöhntwerdens.


Cleo

Geschlecht: w
Schlupf: 2006
Einzug: 2015

Pflegestelle: Ibbenbüren
Farbe: normal hellblau
Partner: Arni

 

Patin: Sandra Gruber aus Nastätten

Cleo lebt seit November 2016 in der Pflegestelle, in die sie nur zufällig fand. Denn bei der Abholung Arnis aus dem Tierheim war sie gerade selbst erst einen Tag dort und ist direkt mit ihm mitgekommen, da sie es mit ihren Handicaps nach Ansicht des Tierheims  dort und in ungewohnter Außenhaltung nicht leicht haben würde, zumal die Chancen einer Vermittlung in so einem hohen Alter sehr gering sind. Die kleine Dame war total eingeschüchtert von den größeren Vögeln und zitterte vor Kälte, da wurde sie direkt eingepackt. Während der gemeinsamen Fahrt in die Pflegestelle hat Arni sich rührend um Cleo gekümmert und seitdem sind sie fest verpaart. Arni lässt sie keine Sekunde aus den Augen.

 

Cleo hat sehr starke Arthrosen in den Hüften und Knien, sie kann sich gar nicht mehr aufrecht setzen, sondern hat immer eine gebeugte und schiefe Körperhaltung. Auch stehen ihr beide Füße x-beinig ab, so dass sie sich gerne hinlegt.

Zusätzlich hat sie einen alten Bauchdeckenbruch, bei dem ein Teil vom Darm mit vorgefallen ist; das muss im Moment nur beobachtet werden, sollte es aber schlimmer werden, sollte es operiert werden.

 

Obwohl sie auch relativ stark eingeschränkt ist, kann sie sehr gut fliegen und hat Spaß am Leben. Auch schreddert sie für ihr Leben gerne und spielt stundenlang mit Figuren, Perlen usw. Sie ist eine richtige Quasselstrippe und brabbelt oft vor sich hin.


Arni

Geschlecht: m
Schlupf: 2010
Einzug: 2015

Pflegestelle: Ibbenbüren
Farbe: normal grün
Partnerin: Cleo

 

Pate: Martin Venk aus Nastätten

Arni und Cleo zogen zusammen in Ibbenbüren ein. Arni ist sehr aktiv und fliegt super gut! Er liebt seine Cleo über alles und ist immer in ihrer Nähe.

 

Doch auch er hat zwei Handicaps, die man ihm im ersten Moment nicht ansieht. Denn er hat an einem Fuß eine leichte Fehlstellung und eine Kralle, die unkontrolliert schnell wächst und die beobachtet und regelmäßig gekürzt werden muss. Damit kommt er aber gut klar.

Sein zweites Handicap ist schon um einiges bedrohlicher: er hört auf zu atmen, wenn man ihn in der Hand hält, um etwa die Krallen zu kürzen. Er mag die Hand auch nicht, schreit panisch, wenn man ihn einfangen muss und dieses Schreien geht in der Hand dann über in Aussetzen der Atmung. Man muss ihn also immer ziemlich schnell behandeln, manchmal fängt er wieder an zu schreien, wenn man ihn leicht ins Gesicht pustet.


Rosi

Geschlecht: w
Schlupf: 2008
Einzug: 2016

Pflegestelle: Ibbenbüren
Farbe: normal grün

Partner: Sammy

 

Paten: Susanne B. aus K.

Rosi ist im Dezember 2016 in die Pflegestelle gezogen und somit am kürzesten dort. In ihrer letzten Haltung hatte sie es offenkundig gut, sie wurde nach dem Tod ihres letzten Partners vermittelt, um nicht allein bleiben zu müssen.


Aufgrund eines vermuteten früheren Arthroseschubs oder einer Schulterverletzung bereits als Nestling sind ihre Flügel-/Schulterpartien versteift, weshalb sie ihr Leben lang schon flugunfähig war.
Dennoch versucht sie mit den Anderen mitzuflattern, wenn diese auffliegen, nimmt aber sowohl die Aufstiegshilfen als auch das Fingertaxi im Anschluss gut an.

Insgesamt hat sie sich dank ihrer Neugier rasch eingelebt, nur der Umgang mit der fast blinden Sally fällt ihr noch etwas schwer. Doch trotz ihres fortgeschrittenen Alters begreift sie, dass sie mit der alten Dame rücksichtsvoller umgehen muss.


Polly

Geschlecht: w
Schlupf: 2009
Einzug: 2017

Pflegestelle: Ibbenbüren
Farbe: normal grün

 

Patin: Regine L. aus H.

Polly kommt aus Essen und wurde über einen kurzen Zwischenstopp in Gelsenkirchen nach Ibbenbüren geholt. Sie wird vom Tierarzt auf ca. 8 Jahre geschätzt. Sie hat alle Eingangsuntersuchungen gut überstanden und auch die Quarantänezeit brav abgewartet.

Festgestellt wurden Megas und Rachitis, daher hat sie eine Knochenfehlstellung und ist flugunfähig.

 

Obwohl sie in ihrem früheren Zuhause von einigen Artgenossen gemobbt wurde, wodurch sie wohl leider auch ein paar Zehenglieder verloren hat, hat sie sich in der Gruppe gut eingelebt. Sie zeigt keine Scheu ihren neuen Freunden gegenüber und kommt mit ihren Behinderungen gut zurecht. Sie lässt sich sogar bei der Medikamentengabe Ihren Kopf kraulen, was sie auch sichtlich genießt.

Polly ist eine ganz zarte und flauschige Dame, die sich die Herren schon etwas genauer angesehen hat.


Bommel

Geschlecht: m

Schlupf: 2009

Einzug: 2017

Pflegestelle: Ibbenbüren

Farbe: Schecke gelb-blau

 

 Patin: Carmen W. aus G.

Bommel zog von Berlin in die Pflegestelle Ibbenbüren. Seinen Eingangscheck hat er super mitgemacht und er macht einen guten und fitten Eindruck. Dass er die französische Mauser hat, das wurde schon vor einigen Jahren von einer vogelkundigen Tierärztin diagnostiziert, aber sonst zeigt er keine weiteren Erkrankungen.

Seine Aufgewecktheit siegte schnell vor der Angst und er zeigte sich von Anfang an aufgeschlossen und lieb, etwas schüchtern die ersten Tage noch, aber jetzt mittendrin.

 

So ist er immer auf Achse und erobert auch die höchsten Aussichtsplätze, wo eigentlich nur die Flieger hinkommen, aber irgendwie schafft Bommel es immer, dort auch hinzukommen. Das er nicht fliegen kann, scheint ihn überhaupt nicht zu stören.

Er sitzt gerne mit seinen Freunden zusammen, lauscht, was sie zu erzählen haben, bringt sich aber auch gerne mit ein und brabbelt dann wie ein Weltmeister. Vor Allem aber zeigt er Interesse an der blinden Uromi Sally. Er sitzt sehr oft in ihrer Nähe und beobachtet sie, manchmal geht er zu ihr und stupst sie an, er flirtet mit ihr. Sally findet das sehr interessant, ist aber noch etwas unsicher, da sie ihn ja nicht sehen kann und er sich ja auch oft von ihr entfernt. Vielleicht reguliert sich das noch ein wenig.